Florian Gruber stellt im Gumpert Apollo Sport einen neuen offiziellen Rekord auf der Nürburgring Nordschleife auf.
Donnerstag, 13. August 2009, 12:55 Uhr. Rennfahrer Florian Gruber überquert im Gumpert Apollo Sport die Ziellinie der 20,6 km langen Nürburgring Nordschleife um mal eben eine schnelle Runde hin zu legen. Ziel der Mission ist es, den Rundenrekord für straßenzugelassene Fahrzeuge zu knacken.
Die Kollegen von sport auto haben diese Trophy vor einigen Jahren ins Leben gerufen. Derzeitiger Rekordhalter ist Michael Düchting im Donkervoort D8 RS06. Gegen das ultraleichte Flügelmonster, das eher an einen Formel Wagen erinnert, hatte bisher kein Sportwagen etwas entgegen zu setzen. Auch Supersportler wie beispielsweise ein Ferrari Enzo oder Porsche Carrera GT sehen kein Land.
Power pur: 700 PS im Apollo Sport
Das Wetter passt. 20 Grad, bewölkt. In der Eifel ist es ja immer etwas kühler. Auch im Hochsommer. 7:15,29 Minuten gilt es zu schlagen um in der ewigen Bestenliste ganz vorne zu stehen. Florian Gruber umrundet den Kurs völlig entspannt und ungerührt und knallt mal eben eine 7:11,57 auf die Bahn. So schnell ist noch niemals ein straßenzugelassenes Fahrzeug durch die „Grüne Hölle“ gerannt. Rekord!
Der übermächtige Donkervoort ist geschlagen. Und auch die Zeit von Marc Basseng im Maserati MC 12 ist mit 13 Sekunden Rückstand plötzlich gar nicht mehr so beeindruckend. „Ich hätte auch noch ein bisschen schneller fahren können“, sagte Florian Gruber nach seiner Rückkehr an die Box. Sogar die 7 Minuten Grenze sei machbar. Mal schauen, ob noch was nach kommt.
Auto und Reifen sind absolut Serienmäßig. 700 PS treiben den mit 1.200 Kilo Trockengewicht sehr leichten Supersportler an. Nicht nur die schiere Power ist entscheidend. Immerhin beschleunigt dieses Teil in 8,9 Sekunden auf 200 km/h und rennt bis zu 360 Sachen. Auch das Fahrwerk und der fulminante Abtrieb des Apollo, machen ihn zum schnellsten Straßensportwagen. Die Rekordfahrt wurde auf Pilot Sport Cup Reifen von Michelin und einem KW Gewindefahrwerk vollbracht.
Die Stimmung war gut und auch Chef Roland Gumpert scherzte. „Im Moment gibt es keinen Grund mehr zu riskieren – wir wollen unsere Mitbewerber ja nicht völlig entmutigen…“. Wobei es die Konkurrenz wohl nicht so witzig finden wird. Doch die Hatz geht weiter. Möge der Bessere gewinnen.